LSBTI Flüchtlinge in Brandenburg - Katte hilft... (vorerst)


w.welcome4you Flyer Seite 1Seit 2011, also mittlerweile mehr als 7 Jahren, ist die Beratung, Betreuung und Begleitung von Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen Flüchtlingen oder Migranten in Brandenburg ein fester Bestandteil der Arbeit von Katte e.V.. So betreuten wir nach 70 LSBTI-Flüchtlingen im Jahr 2015 und mehr als 90 in 2016 2017  schon mehr als 130 Flüchtlinge zu Fragen des Ausländer- und Asylrechts, zu Sozialrechtsproblemen, Gesundheitsfragen oder leider auch als Opfer verschiedenster Straftaten von vorurteilsmotivierter Hasskriminalität. Da Katte e.V. immer noch keine kontinuierliche Förderung erhält und wir immer von aus Mitteln der Lottokonzessionsabgabe geförderten Projekten abhängig sind, Ist die die Fortführung unserer Angebote derzeit ungewiss und aus rein freiwilligen Leistungen und Spenden unserer Mitglieder nur bis 28.02.2018 abgesichert. Sowie wir dafür weitere Unterstützung aus Mitteln das MASGF bekommen, die wir noch 2017 beantragt haben, werden wir über neue Angebote und eine neue Öffentlichkeitsarbeit und Evaluierung dazu informieren.

 

Lösungen für ausserdem dringend notwenige Unterkunfts- und Bildungsmöglichkeiten speziell für LSBTI-Flüchtlinge werden mit Hilfe der Stadt Potsdam, des Landes Brandenburg und dem Bund gerade erarbeitet. Wir hofften, dass wir dazu bis zum Ende des Jahres 2017 schon mehr sagen konnten, aber leider hat sich in der Frage bis jetzt noch nichts bewegt - wir bleiben auch 2018 dazu weiter am Ball.  pdfGefährdete Flüchtlinge230.26 KB

 

w.welcome4you Flyer Seite 2Der Innenausschuß des Landtages Brandenburg hatte sich auf der Sitzung am 30.06.2016 erstmals ausführlich mit der Situation von besonders gefährdeten Flüchtlingen in Brandenburg befasst. Katte hat dazu im Vorfeld schon eine Stellungnahme abgegeben und Katte-Vorstand Jirka Witschak hatte die Situation dort auch erläutert.  Nach Meinung von Jirka Witschak ist die Lösung des Ausbaus der bestehenden Hilfsangebote von Katte die sinnvollste und auch preisgünstigste Variante für das Land Brandenburg, da nur hier auf ein bestehendes Netzwerk aus szenenahen privaten und ehrenamtlichen Helfern zurückgegriffen werden kann. Ein Neuaufbau rein auf professioneller Basis, wie es der LSVD vorgeschlagen hat, wäre deutlich teurer. Auf Grund der im Gegensatz zu den schon vorhandenen Frauenhäusern und Beratungsstellen für Frauen und Mädchen, für LSBTI völlig fehlenden Infrastruktur ist hier aber eine reine Landeskoordinierungsstelle zur Unterstützung der vorhandenen Angebote weder sinnvoll noch ausreichend, nein queere Flüchtlinge brauchen schon eine kontinuierliche Betreuung und keine Almosen nach Kassenlage. pdfStellungnahme Gefährdete Flüchtlinge230.26 KB  (aktualisiert 06.07.2016)